Übungstext

Die Euro-Krise und die Rolle Deutschlands

Im Sommer 2012 brauchen fünf Euro-Länder Unterstützung aus dem Euro-Rettungsschirm: Irland, Portugal, Griechenland, Spanien und Zypern. Der Euro-Rettungsschirm ist ein Kreditsystem für den Notfall und soll die Länder vor dem Staatsbankrott schützen. Das Geld aus diesem Fonds wird gezahlt, damit die Länder ihre laufenden Kosten deckenkönnen. Bei dem Geld handelt es sich umKredite, die den Ländern zu guten Konditionen gegeben werden. Sonst müssten sie Kredite mit sehr hohen Zinsen aufnehmen, die sie nicht mehr bezahlen könnten. Das gesamte Geld muss also mit Zinsen zurückgezahlt werden.

 

Wenn es gut geht, profitieren Länder wie Deutschland von den Zinseinnahmen. Die Euro-Staaten haben sich jetzt auf die Einführung eines dauerhaften Krisenmechanismus geeinigt. Geplant ist der neue Rettungsschirm ESM – Europäischer Stabilitätsmechanismus – eine internationale Finanzinstitution mit Sitz in Luxemburg. Die 17 Länder der Eurozone haben den ESM im Februar 2012 gegründet, er soll noch 2012 in Kraft treten.

 

Alle 17 Euro-Staaten haben zusammen die sehr hohe Summe von 7,8 Billionen Euro Schulden. Das Risiko für Deutschland: bei der Euro-Rettung bürgt es für das Geld. Die Bundesregierung rechnet für das Haftungsrisiko 310 Milliarden Euro, das ifo-Institut spricht von 771 Milliarden Euro.

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